Bildung ohne Umwege

Seit 19.Mai 2026 ist Alsama Project Preisträger des „Global Schools Prize“.

Die Auszeichnung würdigt den außergewöhnlichen Einsatz von Alsama Project für Bildungszugang und Zukunftsperspektiven geflüchteter Kinder und Jugendlicher im Libanon und in Syrien. Ein zentraler Grund für diese Anerkennung ist der gemeinschaftsbasierte Ansatz: Ein Großteil des Teams hat selbst Fluchterfahrung und gestaltet die Bildungsarbeit aktiv mit.

Darüber hinaus ermöglicht Alsama Kindern und Jugendlichen in eigenen Bildungszentren innerhalb der Flüchtlingscamps eine beschleunigte Schulbildung – von grundlegender Alphabetisierung bis hin zur Hochschulreife (G12++) innerhalb von nur sechs Jahren.

Das international anerkannte Zertifikat entspricht einem High-School-Abschluss und bestätigt neben akademischen Leistungen auch den Erwerb wichtiger sozialer und lebenspraktischer Kompetenzen („Life Skills“). Dadurch erhalten Absolventinnen und Absolventen einen international zunehmend anerkannten Abschluss, der ihnen überregionalen Zugang zu Universitäten und weiterführender Bildung eröffnet.

 

Unser Partner Alsama wurde 2020 als Reaktion auf die Forderung von Kindern aus dem Geflüchtetencamp Shatila in Beirut nach hochwertiger Bildung gegründet. Durch eine 6-jährige beschleunigte, anerkannte und hochwertige Ausbildung eröffnet Alsama einen Weg für junge Menschen, ohne vorherige Schulbildung, zu höherer Bildung und qualifizierten Beschäftigungsmöglichkeiten. Neben gängigen Fächern, wie Mathematik, Arabisch oder Englisch, finden auch Yoga und Empowerment-Einheiten ihren Weg in den Lehrplan. Durch dieses ganzheitliche Angebot wird die Bildungsungleichheit unter geflüchteten Kindern und Jugendlichen im Libanon verringert, und geholfen, Frühehen und Kinderarbeit zu verhindern.  

Begleitend bietet Alsama u.a. Cricket-Training und Ausflüge an, um die sozialen Kompetenzen, das Wohlergehen und den Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Eine Psychologin begleitet die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus bei der Bewältigung von Traumata, Stress und psychischen Problemen. Auf lange Sicht werden so künftige Führungskräfte ausgebildet, die in der Lage sind, langfristige soziale und wirtschaftliche Veränderungen voranzutreiben. 

96% der Projektmitarbeitenden stammen aus der Gemeinschaft der Geflüchteten oder aus der libanesischen Aufnahmegesellschaft. Sie kennen die Lebenswirklichkeit der von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen, schätzen Bedarfe und Problemstellungen realistisch ein und können auf Augenhöhe mit den Begünstigten kommunizieren. Sie sind ein wichtiger Baustein für den Erfolg unseres ersten gemeinsamen Projekts mit Alsama. 

 

Text Update: Mai 2026